Der Verlauf des Konstanzer Konzils (1414-1418) |
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Avignon, Rom, PisaGrund für die Einberufung einer großen Kirchenversammlung in Konstanz war das sogenannte abendländische Schisma, eine seit 1378 bestehende Spaltung der katholischen Kirche, die in der zeitgleichen Existenz dreier Päpste in Avignon, Rom und Pisa gipfelte. Konstanz, als Stadt vieler erfolgreicher Verhandlungen, galt schon in staufischer Zeit als idealer Tagungsort nördlich der Alpen. Einigkeit bei der Wahl erreichtDas vom 1. November 1414 bis 22. April 1418 tagende Konzil sollte als größter Kirchenkongress des gesamten Mittelalters in die Geschichte eingehen. Es erreichte sein wesentliches Ziel, die Einheit der katholischen Kirche wiederherzustellen: Der in Konstanz anwesende Papst Johannes XXIII. wurde genauso wie seine „Mitpäpste“ Gregor XII. und Benedikt XIII. für nicht legitim erklärt, der Stuhl Petri galt folglich als vakant. Mit der Wahl Martins V. am 11. November 1417 war ein allseits anerkannter neuer Papst bestimmt. Jan Hus und Hieronymus von PragDas Konstanzer Konzil beschäftigte sich auch mit der Einheit des Glaubens. Der tschechische Reformator Jan Hus und sein Mitstreiter Hieronymus von Prag waren von König Sigismund bei vager Zusicherung des freien Geleits nach Konstanz geladen worden, um ihre Recht gläubigkeit zu beweisen. Beide wurden nach kurzem Prozess verurteilt, dem weltlichen Gericht übergeben und vor den Stadtmauern auf dem Brühl bei lebendigem Leib verbrannt – ihre Asche wurde in den Rhein gestreut. Die blutigen Hussitenkriege waren die Folge. |
NeuigkeitenAuf zum Pilgern!Zu einem grenzüberschreitenden Pilgerspaziergang auf dem Jakobsweg laden am 19. September 2010 verschiedene Institutionen in Konstanz und Kreuzlingen im Vorfeld des Konziljubiläums 2014 bis... mehr › VorankündigungAm 13. und 14. November 2010 präsentiert der Sinfonische Chor Konstanz in Zusammenarbeit mit dem Theater Konstanz und der Südwestdeutschen Philharmonie „Johanna auf dem... mehr › Historische Meilensteine Stadt und Kirchen |
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